Open menu

Trinkwasser und Trinkwasseranlagen – Vorschriften und Normen

Symbolbild: Untersuchung

Für das Facility Management von Trinkwasser sind Grundkenntnisse aus verschiedenen Vorschriften und DIN-Normen notwendig. Es dürfen beispielsweise nur Materialien (Bauteile und Werkstoffe) und Geräte verwendet werden, die entsprechend den anerkannten Regeln der Technik beschaffen sind. Dies beurkunden Kennzeichnungen wie DIN/DVGW oder DVGW-Cert. Herstellerzeichen müssen gut lesbar und dauerhaft angebracht sein, sodass eine Identifizierung des Produktes jederzeit möglich ist.

Alle Bauteile und Apparate müssen aus Sicherheitsgründen für einen Betriebsdruck von 10 bar bemessen sein (soweit nicht höhere Betriebsdrücke zu berücksichtigen sind). Ausgenommen sind geschlossene Trinkwassererwärmer, diese unterliegen einem zulässigen Betriebsdruck von 6 bar. Ein Sicherheitsventil mit einem Ansprechdruck von 6 bar ist einzubauen.

Kaltwasser wird zwischen 5 und 25 Grad definiert, Warmwasser zwischen 25 und 90 Grad. Diese Temperaturbereiche sind maßgeblich für die Auswahl geeigneter Rohrmaterialien. Bislang gab es keine verbindliche Zeitangabe, wann Warmwasser am Zapfventil anstehen muss. Ein Urteil des Amtsgerichts Schöneberg liegt hierzu neuerdings vor:

Einem Mieter muss fließendes Warmwasser nach spätestens 10 Sekunden mit einer Temperatur von 45 Grad zur Verfügung stehen.

Ebenfalls wichtig für das Facility Management ist die Kennzeichnung von Trinkwasser-Installationen. Nach der Trinkwasserverordnung sind Leitungen unterschiedlicher Versorgungsanlagen in Gebäuden farblich mit Schildern oder Bändern zu kennzeichnen (ausgenommen im häuslichen Gebrauch). Die Fließrichtung ist mit einem weißen Pfeil anzugeben.

Die Farbkennzeichnung lautet:

  • Trinkwasser kalt (PWC) – grün
  • Trinkwasser warm (PWH) – rot
  • Zirkulation (PWH-C) – violett
  • Nichttrinkwasser (NPW) – weiß (z. B. Zisternenwasser für WC)

Die Dämmung von Rohrleitungen hat sich in den letzten Jahren verschärft, um Wärmeverluste zu vermeiden. Diese Bestimmungen sind der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu entnehmen. FM-Dienstleister sollten daher darauf achten, dass Isolierungen intakt sind und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten.

Ebenfalls sollten Sicherheitsarmaturen regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden (Sichtkontrolle). Wichtige Bauteile in Trinkwasseranlagen sind unter anderem Rückflussverhinderer, Sicherheitsventile und Druckminderer.

Rückflussverhinderer werden unter anderem hinter oder in der Wasserzählanlage eingesetzt, ebenso im Kaltwasseranschluss von geschlossenen Wassererwärmern mit einem Nennvolumen über 10 Litern. Auch in Druckerhöhungsanlagen befinden sich Rückflussverhinderer auf der Enddruckseite der Pumpen.

Sicherheitsventile sollen durch selbsttätiges Öffnen die Überschreitung eines vorbestimmten Betriebsüberdruckes verhindern und nach der Druckabsenkung wieder schließen. Sicherheitsventile müssen den Anforderungen der TRD 721 entsprechen.

Wenn der Ruhedruck an einer Entnahmestelle 5 bar übersteigt, kommt ein Druckminderer zum Einsatz.

Unsere kompetenten Objektmanager unterstützen Betreiber dabei gerne und stellen sicher, dass diese Anforderungen im täglichen Betrieb zuverlässig umgesetzt werden.

Mehr zum Objektmanagement bei BASIC erfahren

Warum wir?

Mit Leidenschaft besser sein.

Für uns ist Facility Management mehr als nur ein Service. Es ist die Verantwortung, proaktiv die Zukunft von Gebäuden zuverlässig besser zu machen.

Wir gehen immer einen Schritt weiter, um Herausforderungen zu erkennen, bevor sie sichtbar werden, und entwickeln heute Lösungen, die auch morgen Bestand haben.

Unser Ziel? Durch echtes Facility Management mit Persönlichkeit unsere Kunden langfristig für die Zukunft stark zu machen. Denn nur wer mit Leidenschaft handelt, kann auch in Zukunft wirklich besser sein.

Lernen wir uns kennen und machen gemeinsam mehr möglich.
Kontaktiere noch heute unsere Kundenmanagerin Kim Julia Teichner!

Kim Julia Teichner Kundenmanagerin